Dahab 2006

Reise nach Dahab auf der Halbinsel Sinai, 2006 –
von Renate Falk

Eine Reise nach Dahab auf der Halbinsel Sinai ist für die Mitglieder der ESG-Tauchsportabteilung schon ein Klassiker – einige von uns haben dieses Tauchsportzentrum noch als Beduinendorf erlebt. Es gab also ein Wiedersehen mit vielen bekannten Plätzen wie z.B. dem berühmten „Blue Hole“, einem kreisrunden Loch im Korallenriff mit einem Durchbruch ins offene Meer in mehr als 50 m Tiefe. Auch andere Tauchspots haben sich zwischenzeitlich kaum verändert, dafür sind an Land einige neue Hotelanlagen entstanden. Geblieben sind auch die teils benteuerlichen Fahrten mit alten Jeeps und Pickups auf den Wüstenpisten und die Oberflächenpausen auf den Teppichen und Polstern der Beduinen-Zeltrestaurants. Nur auf die typische Kamelsafari mussten wir dieses Mal verzichten, wir sind dafür auf ein Safariboot umgestiegen: Ras Mohammed und die Riffe der Straße von Tiran standen auf dem Programm.

Der Tauchgang im Morgengrauen am „Shark Reef“ ist immer noch ein Erlebnis der besonderen Art, auch wenn sich die Haie nicht blicken ließen. Ein Schwarm finster dreinblickender Doppelfleckschnapper, Fledermausfische, Dickkopfmakrelen und Tunfische waren eine willkommene Entschädigung. Überhaupt sind die Riffe im Nationalpark Ras Mohammed – nachdem sie zum Teil jahrelang gesperrt waren – wieder ein Paradies mit einer unglaublichen Vielfalt an Korallen und Riffbewohnern. Einer davon, ein munterer Napoleonfisch, der uns bis zum Yolanda-Riff begleitete, könnte der Urenkel des kapitalen Napoleons sein, den die Veteranen der ESG-Taucher schon vor vielen Jahren mit hart gekochten Eiern vom Hotelbuffet beglückten.

Nach den ruhigen Tauchgängen im Nationalpark waren Strömungstauchgänge in der Straße von Tiran angesagt. Hier am Eingang zum Golf von Aquaba tummelten sich eine große Schule von Spinnerdelfinen, Schildkröten und Tunfische sowie der ersehnte Freiwasserhai vor herrlich intakten Riffen, so dass es uns trotz des regen Tauchbetriebs schwer fiel Abschied zu nehmen.

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